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Bericht zur Delegiertenversammlung vom 5. Mai 2021 in Romanshorn

GR Josef Gemperle bei seinen Ausführungen.

Die Thur­gauer EVP beschloss im Park­ho­tel Inseli in Romans­horn die Paro­len zu den Abstim­mungs­ge­schäf­ten vom 13.6.2021. Ein­zig bei der Trinkwasser-Initiative, die abge­lehnt wurde, gibt es gegen­über der Schwei­ze­ri­schen Mut­ter­par­tei eine abwei­chende Hal­tung. Die Dele­gier­ten hies­sen alle ordent­li­chen Trak­tan­den wie Rech­nung 2020, Bud­get 2021 sowie die Erneue­rungs­wahl der Par­tei­lei­tung ein­stim­mig gut.

Abstim­mungs­vor­la­gen vom 13.6.2021

EVP Thur­gau: 4 Ja, 1 Nein

Doris Gün­ter, Prä­si­den­tin des Bezirks Arbon, begrüsste die Anwe­sen­den zur ordent­li­chen Dele­gier­ten­ver­samm­lung. Esther Brüll­mann, metho­dis­ti­sche Pas­to­rin, ermu­tigte mit einem besinn­li­chen Input dazu, sich als EVP mit ihrem Pro­fil und als starke Stimme im poli­ti­schen Gesche­hen ein­zu­brin­gen.

Regie­rungs­rä­tin Cor­ne­lia Kom­posch stellte das Bun­des­ge­setz über poli­zei­li­che Mass­nah­men zur Bekämp­fung von Ter­ro­ris­mus vor. Sie betonte, dass die­ses Gesetz not­wen­dig sei zur Erhö­hung der Sicher­heit und den Kan­to­nen die tech­ni­schen und logis­ti­schen Hilfs­mit­tel gebe, wel­che gemäss unse­rem Rechts­sys­tem immer nur im Sinne der Ver­hält­nis­mäs­sig­keit ange­wen­det wer­den. Aus dem Ple­num wur­den vor allem Beden­ken bezüg­lich der Men­schen­rechte geäus­sert, ins­be­son­dere Mass­nah­men, die bereits gegen 12-Jährige ange­ord­net wer­den kön­nen. Mit 25 gegen 8 Stim­men, bei 1 Ent­hal­tung, wurde die Ja-Parole beschlos­sen.

Zur Trinkwasser- und zur Pes­ti­zid­in­itia­tive refe­rier­ten San­dra Rein­hart, Frak­ti­ons­prä­si­den­tin der Grü­nen Par­tei (pro) und Josef Gem­perle, Gross­rat der CVP (kon­tra). Beide sind sich einig, dass in bei­den Berei­chen Ver­bes­se­run­gen nötig sind. Die Fra­gen der teil­weise emo­tio­nal geführ­ten Dis­kus­sion betra­fen unter ande­rem die starke Belas­tung von Böden und Trink­was­ser durch Anti­bio­ti­ka­re­sis­ten­zen und Ammo­niak; die Fol­gen der Aus­wir­kun­gen auf die Lebens­mit­tel­preise; das Kon­sum­ver­hal­ten sowie die Sorge um Arbeits­plätze in der Land­wirt­schaft. Die Trink­was­ser­in­itia­tive wurde gesamt­haft als zu radi­kal beur­teilt, auch weil die bis­her erbrach­ten Leis­tun­gen der Land­wirt­schaft für mehr Umwelt­schutz gewür­digt wur­den. Mit 15 Nein gegen 8 Ja, bei 11 Ent­hal­tun­gen, wird sie abge­lehnt. Kri­ti­sche Stim­men gab es auch gegen die Pes­ti­zid­in­itia­tive, die sich gegen den Ein­satz syn­the­ti­scher, d.h. künst­lich her­ge­stell­ter Schäd­lings­be­kämp­fungs­mit­tel, stellt und gerade für die Obst­bau­ern dras­ti­sche Fol­gen hätte. Die För­de­rung von Bio­di­ver­si­tät und gesun­den Lebens­mit­teln sowie die Umset­zungs­frist von 10 Jah­ren führ­ten – auch im Sinne eines Signals – dazu, dass die Pes­tit­zid­in­itia­tive mit 16 Ja gegen 11 Nein, bei 6 Ent­hal­tun­gen, ange­nom­men wurde.

Prä­si­dent Wolf­gang Acker­knecht teilte anschlies­send die vom Vor­stand gefass­ten Paro­len mit: Das CO2- und das Covid-19-Gesetz wer­den mit gros­sem Mehr unter­stützt. Beim CO2-Gesetz macht es Sinn, die Len­kungs­ab­ga­ben auf wei­tere Berei­che aus­zu­deh­nen. Mit einem Ja wird der Erhalt nach­hal­ti­ger Arbeits­plätze und die Wei­ter­ent­wick­lung kli­ma­freund­li­cher Tech­no­lo­gien geför­dert. Beim Seite 2 Covid­ge­setz sieht die EVP die Not­wen­dig­keit, mit ziel­ge­rich­te­ten Mass­nah­men die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie für die Gesell­schaft und Wirt­schaft abzu­fe­dern.

 

Ordent­li­che Trak­tan­den

Die ordent­li­chen Geschäfte (Rech­nung 2020, Bud­get 2021, Erneue­rungs­wahl der Par­tei­lei­tung) wur­den von den Dele­gier­ten ein­stim­mig gut­ge­heis­sen. Für die Nach­folge des zurück­ge­tre­te­nen Vize­prä­si­dents Urs-Peter Beerli sowie die Wie­der­be­set­zung des Sekre­ta­ri­ats sind Gesprä­che mit Per­so­nen im Gange. Gross­rä­tin Eli­sa­beth Ricken­bach lud die Anwe­sen­den ein, sich bei der ver­eins­in­ter­nen Vor­ar­beit zur Ein­schät­zung der ein­ge­reich­ten Pro­jekte für die Ver­wen­dung der TKB-Millionen zu betei­li­gen. Eine Mit­ar­beit sei auch mög­lich und gewünscht bei der Bear­bei­tung der kan­to­na­len Ver­nehm­las­sun­gen zu Geset­zes­än­de­run­gen. Gross­rat Hans­jörg Hal­ler tritt aus dem Par­tei­vor­stand der EVP Schweiz (Funk­tion Finanz­chef) zurück. Seine Nach­folge ist noch offen, Inter­es­sierte kön­nen sich an ihn wen­den. Mit Applaus dank­ten die Anwe­sen­den Hans­jörg für sein Enga­ge­ment. Abschlies­send wür­digte der Prä­si­dent die Dienste von Urs-Peter Beerli (3 ½ Jahre als Vize­prä­si­dent), Karl Bran­der (8 Jahre als Finanz­chef) und Nina Beerli (5 Jahre als PL-Mitglied – sie war abwe­send). Alle drei haben sich – auch in ande­ren Funk­tio­nen in den Bezirks­par­teien – kom­pe­tent, inno­va­tiv und mit Herz­blut für die EVP enga­giert. Ein spe­zi­el­ler Dank ging auch an den Vor­stand der *jevp sowie das Redak­ti­ons­team der Akzente. Beide Teams leis­ten wert­volle Bei­träge zum Partei- und Ver­eins­le­ben.